Parksysteme- Variationen und Möglichkeiten
Die Zeichen stehen auf: Mehr! Mehr Fahrzeuge, mehr Nutzer, mehr Menschen in dicht gedrängten Ballungsgebieten. Und immer weniger Platz. Der Individualverkehr läßt sich zwar auf großen Verkehrsströmen kanalisieren und lenken, aber sobald es in Kernbereiche von Städten geht, weicht dieser Idealismus dem bloßen Kampf um Parkfläche. Hier setzen vorausschauende, innovativ handelnde Bauherren auf intelligente Lösungen bei der zur Verfügungsstellung von Abstellflächen für den Individualverkehr. Dass es sich nicht um neue Erfindungen handelt, zeigt die Rechtspraxis: Parksysteme unterliegen in der Regel der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Die europäische Norm DIN EN 14010 gibt grundlegende Planungsregeln.
Einer der ersten Ansätze von Parksystemen waren Aufzüge, mit denen man den an- und abfahrenden Verkehr Platz sparend regeln konnte. Die einfachsten technischen Lösungen, um in sehr engen Parkbereichen Platz zu schaffen, stellen heute Parklife dar. Die Fahrzeuge, die in solchen Liften abgestellt sind, werden in der Regel horizontal und/oder vertikal durch automatische Systeme so verschoben, dass der vorhandene Platz sinnvoll genutzt wird. Nahezu allen solchen Parksystemen gleich ist, dass der Fahrzeugführer sein Fahrzeug nicht direkt zur Verfügung hat, sondern vom System zunächst anfordern muß - es wird sodann bereitgestellt. Dies kann über vertikal verlaufende Lifte, Drehscheiben oder horizontal sich bewegende Flurtransporter erfolgen - je nach Konzept des jeweiligen Parksystems. Eine Ausnahme dieser teil- oder vollautomatischen Komponentenlösungen stellt der einfache Parklift dar, der in einer größeren Garage zwei Abstellplätze übereinander schafft. In diesem Segment bewegen sich die meisten Privatbauherren. Bei dieser Art von Lift steht immer ein Fahrzeug direkt zur Abfahrt zur Verfügung. Welches System letztlich zur Ausführung kommt: darüber entscheidet die Notwendigkeit des Parkplatznachweises und der Platz, der hierfür zur Verfügung steht. Um einen Parkplatz abzusichern benötigt man eine Parkschranke.